Kanzlei Revieradvokaten Bochum
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Mobbing am Arbeitsplatz ist ein Problem, das für die Betroffenen eine ernsthafte psychische Belastung darstellt. Typische Mobbinghandlungen sind zum Beispiel

  • das systematische Vorenthalten von Informationen,
  • der Ausschluss von Besprechungen und Meetings,
  • diskriminierende Handlungen, Beleidigungen bis hin zu Tätlichkeiten oder sexuellen Belästigungen,
  • die grundlose Versetzung an einen anderen Arbeitsplatz oder wiederholte Übertragung unbeliebter Aufgaben.

Mobbing spielt in der Praxis des Arbeitsrechts in Bochum eine immer größere Rolle. Mobbing am Arbeitsplatz kann in Einzelfällen sogar strafrechtlich relevant werden. Denn einige Handlungen, die unter den Begriff Mobbing fallen, können zum Beispiel als Beleidigung (§ 185 StGB), üble Nachrede (§ 186 StGB), Verleumdung (§ 187 StGB) oder sexuelle Belästigung (§ 184i StGB) verfolgt werden. Es ist wichtig, dass man als Opfer von Schikane, Psychoterror oder Missachtung am Arbeitsplatz nicht untätig bleibt. Gespräche mit dem Arbeitgeber (soweit zu diesem noch ein Vertrauensverhältnis besteht) und Betriebsrat, Beratung durch einen Arzt und einen Rechtsanwalt helfen Ihnen dabei.

Das Problem des Mobbing-Opfers liegt aber vor allem darin, Verstöße zu beweisen. Es hat sich deshalb als hilfreich erwiesen, als Betroffener ein „Mobbingtagebuch“ zu führen, in dem alle Vorfälle präzise dokumentiert werden. Was sollten Sie in dieses Tagebuch aufnehmen? Auf jeden Fall dürfen Sie folgende Punkte nicht vergessen:

  • Beschreibung der Handlung mit Zeit und Ort (Ausgangssituation, Beteiligte, Verlauf)
  • Mögliche Zeugen und Beweismittel
  • Wie hat sich der Vorfall auf das eigene Befinden, auf Berufs- und Privatleben ausgewirkt?
  • Zeitpunkt des Eintrags in das Tagebuch

Mobbing am Arbeitsplatz zeichnet sich gerade durch die Vielzahl der Vorfälle und Unterschiedlichkeit der Handlungen aus. Der Betroffene kann sich im Nachhinein oft nicht mehr an einzelne Vorfälle erinnern. Werden in einem Tagebuch die Handlungen glaubhaft, präzise und schlüssig dokumentiert, erkennen viele Arbeitsgerichte dies als Beweismittel an. Die Aufzeichnungen unterstützen auf jeden Fall die Beweisführung in einem arbeitsrechtlichen Prozess.

Soweit Mobbinghandlungen ernsthafte Auswirkungen auf die Gesundheit haben oder die einzelnen Handlungen Straftatbestände erfüllen, ist ein Anspruch auf Schadensersatz aus unerlaubter Handlung denkbar (§§ 823 ff. BGB). Unter Umständen steht Ihnen als Mobbing-Opfer auch ein Anspruch auf Schmerzensgeld zu. Diese Ansprüche können sowohl gegen einzelne Arbeitnehmer, aber auch gegen den Arbeitgeber geltend gemacht werden. Ein Arbeitgeber ist nämlich nach höchstrichterliche Rechtsprechung (BAG Urteil vom 25. Oktober 2007, 8 AZR 59306) verpflichtet, seine Arbeitnehmer vor Mobbing durch Kollegen oder direkte Vorgesetzte zu schützen.

Ein auf Arbeitsrecht spezialisierter Anwalt in Bochum wird mit Ihnen zusammen eine geeignete Strategie entwickeln, um Ihre Interessen bestmöglich durchzusetzen. Dies kann der Erhalt des Arbeitsplatzes, aber auch eine Kündigung oder ein Auflösungsvertrag mit einer angemessenen Abfindung sein. Es ist dabei wichtig, die Erfolgsaussichten und alle Vor- und Nachteile der verschiedenen Strategien abzuwägen.

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