Kanzlei Revieradvokaten Bochum
  • 1
  • 2
  • 3

Haben Sie als Arbeitnehmer eine Abmahnung von Ihrem Arbeitgeber erhalten? In einem solchen Fall sollten Sie nicht tatenlos bleiben, sondern sich von einem Anwalt für Arbeitsrecht in Bochum beraten lassen. Warum? Ganz einfach: Eine Abmahnung ist die Vorstufe für eine Kündigung des Arbeitsvertrags. Denn:

Wurden Sie wegen eines Fehlverhaltens bereits abgemahnt, kann im Wiederholungsfall Ihr Arbeitsverhältnis gekündigt werden.

Es mag überraschen, aber die Abmahnung hat auch einen Vorteil. Sie dient im Arbeitsrecht zunächst einmal dazu, den Arbeitnehmer zu schützen und ihm die Chance zu geben, sein Verhalten zu ändern. Ein einmaliges Fehlverhalten berechtigt nur in sehr schweren Fällen zu einer sofortigen Kündigung des Arbeitsverhältnisses. Die Gefahr besteht jedoch darin, dass eine Abmahnung wie ein Damoklesschwert über dem Arbeitsverhältnis hängt.

In vielen Fällen ist es deshalb ratsam, gegen eine Abmahnung vorzugehen. Wie macht man das?

  1. Beweise: Sichern Sie zunächst Beweise: Zeugenaussagen von Kollegen, Dokumente oder Urkunden. Diese Beweismittel können vielleicht Ihre Version der Ereignisse stützen. Die in der Abmahnung aufgeführten Gründe können damit widerlegt und der Arbeitgeber veranlasst werden, die Abmahnung aus der Personalakte zu entfernen. 
  2. Betriebsrat: Wenden Sie sich eventuell an Ihren Betriebsrat. Auf der Grundlage von § 85 Abs.1 BetrVG haben Arbeitnehmer einen Anspruch darauf, dass sich der Betriebsrat mit dem Arbeitgeber wegen der Abmahnung in Verbindung setzt. 
  3. Gegendarstellung: Bringen Sie eine Gegendarstellung in die Personalakte, wenn Ihr Arbeitgeber die Abmahnung aufrechterhält. Hierauf haben Sie ebenfalls einen rechtlichen Anspruch – sogar dann, wenn die Abmahnung inhaltlich begründet war, sich aber durch Zeitablauf erledigt und für das Arbeitsverhältnis keine Relevanz mehr hat (BAG, Az. 2 AZR 78211).

Wichtig: Unterschreiben Sie auf keinen Fall, dass eine Abmahnung inhaltlich richtig ist. Bestätigen Sie höchstens den Empfang einer schriftlichen Abmahnung.

Es gibt keine Fristen, die eine Abmahnung unanfechtbar machen. Auch in einem Kündigungsprozess beim Arbeitsgericht kann sich eine bereits vor längerer Zeit ausgesprochene Abmahnung als unwirksam herausstellen, wenn die Gründe dafür nicht ausreichten.

Übrigens: Auch eine mündliche Abmahnung ist wirksam, wenn sie unmissverständlich ist. Das heißt: Die ausgesprochene Rüge muss sich deutlich auf ein bestimmtes Verhalten beziehen und der Arbeitgeber muss darauf hinweisen, dass im Wiederholungsfall eine Kündigung droht. Der Arbeitnehmer muss erkennen können, dass der Hinweis rechtlich eine Abmahnung darstellt. Auch eine mündlich ausgesprochene Abmahnung wird in die Personalakte aufgenommen.

Gerade bei einer Abmahnung kommt es darauf an, mit Fingerspitzengefühl zu reagieren. Wir besprechen gemeinsam mit Ihnen, welche Strategie Ihre Ansprüche und Interessen am wirksamsten durchsetzt. In unserer auf Arbeitsrecht spezialisierten Kanzlei in Bochum stehen Ihnen kompetente Rechtsanwälte zur Verfügung, die Ihnen bei Abmahnungen und Kündigungen zur Seite stehen und Ihre Rechte durchsetzen.

Kontakt und Anfahrt

Bernhörster, Kersting & Kollegen
Rechtsanwälte, Fachanwälte & Notare

Standort Bochum-Innenstadt
ABC-Straße 3, 44787 Bochum
Tel. 0234/12004 | Fax: 0234/12005
Standort Bochum-Weitmar
Hattinger Straße 397, 44795 Bochum
Tel. 0234/890319-0 | Fax: 0234/890319-19
Standort Gelsenkirchen
Arminstraße 14- 16, 45879 Gelsenkirchen
Tel. 0209/1205941 | Fax: 0209/1205942
 

Bürozeiten Kanzlei

Mo. - Fr.: 08:00 - 13:00 Uhr
Mo. - Do.: 14:00 - 17:30 Uhr
Freitagnachmittag und Samstag: Termine nach Vereinbarung
 

Aktuelle Nachrichten